Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche

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Book details

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Book overview

David Berger ist schwul. Führende Kirchenvertreter nutzen seine sexuelle Orientierung, um ihn auf Spur zu halten. In diesem Buch deckt der hochrangige Theologe auf, was sich in den erzkonservativen Kreisen der katholischen Kirche abspielt. Ein Insiderbericht, der aufrüttelt und einen Schlüssel zu den Skandalen in der katholischen Kirche liefert.

About the Author

Der Theologe David Berger, 1968 geboren, wurde 2003 zum korrespondierenden Professor der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin (Vatikan) ernannt und war Herausgeber von Theologisches, der führenden Zeitschrift konservativer Katholiken. Aus Protest legte er Anfang 2010 seine Herausgeberschaft nieder. Nach dem Erscheinen des Buches Der heilige Schein wurde ihm im Mai 2011 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen. Heute ist er als freier Journalist und Publizist tätig.

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5.0 out of 5 starsVerified Purchase
interessanter und spannender Erfahrungsbericht
Reviewed in Germany on 4 September 2012
Klar, ist dieses Buch subjektiv - es sind schließlich seine Erfahrungen mit dem erzkonservativen Teil der katholischen Kirche, aber daraus macht der Autor gar kein hehl. Aus seinen Erfahrungen lässt sich aber durchaus etwas für die Allgemeinheit ziehen. Das ist das Einzige,... See more
Klar, ist dieses Buch subjektiv - es sind schließlich seine Erfahrungen mit dem erzkonservativen Teil der katholischen Kirche, aber daraus macht der Autor gar kein hehl. Aus seinen Erfahrungen lässt sich aber durchaus etwas für die Allgemeinheit ziehen. Das ist das Einzige, was er will.
Ich habe drei kleine Kritikpunkt:
1. Der Aufbau ist eher unstrukutriert, die Überschriften manchmal wenig aussagekräftig. Um Dinge, die man gelesen hat, wiederzufinden nicht geeignet.
2. Wenn er die Namen einiger Leute, über die er schreibt, nicht nennen will, drückt er sich etwas schwierig aus... der Bekannte von XY. Also er betitelt sie über andere Personen, das ist etwas verwirrend und man muss gut aufpassen beim Lesen. Wer nun wirklich gemeint ist.
und 3. muss man seine Ausführen - aber das tut hoffentlich jeder, wenn er etwas liest - so lesen, dass man sein Gehirn nicht ausschaltet,d.h. sehen, dass der Autor hier seine Erfahrungen, zum Teil auch Meinungen und Hypothesen preis gibt. Allerdings macht der Autor deutlich, ob es Erfahrungen, seine Meinung oder eine These ist. Das spricht für ihn. (Objektiv ist im Übrigen kein Buch!)

Ich habe hier einige Rezensionen gelesen, die sich wissenschaftlich geben und den Autor mittels Zitaten aus seinen Buch versuchen zu deklassieren. Diese Versuche sind lächerlich und zeigen genau das, was der Autor anprangert. Eine Person wird persönlich angegriffen - und darauf zielen diese Zitate, die ich gelesen habe -, um sie als unglaubwürdig darzustellen und somit alles, was sie durchaus Wichtiges, Richtiges und Interessantes zu sagen hat, ebenfalls als unglaubwürdig darzustellen.
Der Autor macht im Übrigen keinen hehl daraus, Teil dieses erzkonservativen Systems gewesen zu sein. Wie lächerlich ist es von den Rezensoren, einem Aussteiger vorzuwerfen, dass er selbst Teil des Systems war und daher unglaubwürdig ist. Macht wenig Sinn, oder? ;)
Ich kann euch nur empfehlen, lest dieses Buch selbst und mach euch ein eigenes Bild!

Ach, im Übrigend spricht der Autor nur über die Gefahren aus der erzkonservativen Spate des Katholizismus und nicht allgmein vom Katholizismus. Was er nur zu bedenken gibt, ist, dass der aktuelle Papst dieser Spate Raum gibt. Ein Beispiel sei dazu genannt: Es will mir doch nicht ernsthaft jemand weiß machen, dass Ratzinger nichts von Williamsons Holocaustleugnung gewusst hat, als er ihn wieder in die Kirche aufgenommen hat.

Horen spitzen, genau lesen, kritisch bleiben und sich selbst eine Meinung bilden! Meine absolute Empfehlung!
Klar, ist dieses Buch subjektiv - es sind schließlich seine Erfahrungen mit dem erzkonservativen Teil der katholischen Kirche, aber daraus macht der Autor gar kein hehl. Aus seinen Erfahrungen lässt sich aber durchaus etwas für die Allgemeinheit ziehen. Das ist das Einzige, was er will.
Ich habe drei kleine Kritikpunkt:
1. Der Aufbau ist eher unstrukutriert, die Überschriften manchmal wenig aussagekräftig. Um Dinge, die man gelesen hat, wiederzufinden nicht geeignet.
2. Wenn er die Namen einiger Leute, über die er schreibt, nicht nennen will, drückt er sich etwas schwierig aus... der Bekannte von XY. Also er betitelt sie über andere Personen, das ist etwas verwirrend und man muss gut aufpassen beim Lesen. Wer nun wirklich gemeint ist.
und 3. muss man seine Ausführen - aber das tut hoffentlich jeder, wenn er etwas liest - so lesen, dass man sein Gehirn nicht ausschaltet,d.h. sehen, dass der Autor hier seine Erfahrungen, zum Teil auch Meinungen und Hypothesen preis gibt. Allerdings macht der Autor deutlich, ob es Erfahrungen, seine Meinung oder eine These ist. Das spricht für ihn. (Objektiv ist im Übrigen kein Buch!)

Ich habe hier einige Rezensionen gelesen, die sich wissenschaftlich geben und den Autor mittels Zitaten aus seinen Buch versuchen zu deklassieren. Diese Versuche sind lächerlich und zeigen genau das, was der Autor anprangert. Eine Person wird persönlich angegriffen - und darauf zielen diese Zitate, die ich gelesen habe -, um sie als unglaubwürdig darzustellen und somit alles, was sie durchaus Wichtiges, Richtiges und Interessantes zu sagen hat, ebenfalls als unglaubwürdig darzustellen.
Der Autor macht im Übrigen keinen hehl daraus, Teil dieses erzkonservativen Systems gewesen zu sein. Wie lächerlich ist es von den Rezensoren, einem Aussteiger vorzuwerfen, dass er selbst Teil des Systems war und daher unglaubwürdig ist. Macht wenig Sinn, oder? ;)
Ich kann euch nur empfehlen, lest dieses Buch selbst und mach euch ein eigenes Bild!

Ach, im Übrigend spricht der Autor nur über die Gefahren aus der erzkonservativen Spate des Katholizismus und nicht allgmein vom Katholizismus. Was er nur zu bedenken gibt, ist, dass der aktuelle Papst dieser Spate Raum gibt. Ein Beispiel sei dazu genannt: Es will mir doch nicht ernsthaft jemand weiß machen, dass Ratzinger nichts von Williamsons Holocaustleugnung gewusst hat, als er ihn wieder in die Kirche aufgenommen hat.

Horen spitzen, genau lesen, kritisch bleiben und sich selbst eine Meinung bilden! Meine absolute Empfehlung!
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5.0 out of 5 starsVerified Purchase
Verdrängung einer Wahrheit
Reviewed in Germany on 19 June 2011
Dies ist ein sehr wichtiges Buch über die Situation der Kirche. Man will kaum glauben was Berger schreibt. Die meisten Katholiken aber, die die Kirche näher kennen oder auch einmal hinter die Kulissen schauen konnten, ahnen entweder oder wissen sehr genau, dass das, was... See more
Dies ist ein sehr wichtiges Buch über die Situation der Kirche. Man will kaum glauben was Berger schreibt. Die meisten Katholiken aber, die die Kirche näher kennen oder auch einmal hinter die Kulissen schauen konnten, ahnen entweder oder wissen sehr genau, dass das, was David Berger beschreibt keine Fiktion ist. Paradoxerweise begegnet man ausgerechnet unter Geistlichen in der Kirche, die gelebte Homosexualitaet ablehnen, einen extrem hohen Anteil an Homosexuellen, die eben in einer solchen Maennergesselschaft nicht enthaltsam sein koennen. Berger's Buch ist ein wichtiger Beitrag, dass diese Tatsache nicht laenger verdraengt werden kann. Auch wenn es die Kirche vermutlich wieder aussitzen und wegerklaeren will.

Was ich in diesem Buch vermisse ist Berger's eigener innerer Prozess. Fuer mich ist es eine ehrliche Verwunderung, ohne anklagen zu wollen, wie Betroffene ein solches Doppelleben innerlich erleben. Wie erlebt ein Priester oder Theologe seine innerer Wirklichkeit, wenn er einerseits gegen Homosexualitaet wettert, andererseits diese selbst auslebt? Berger hat ohne schlechtes Gewissen eine langjaehrige homosexuelle Beziehung und bewegte sich eben in Kreisen, die genau dies ablehnen. Wie er dies innerlich vereinen konnte, darueber ist in dem Buch leider wenig zu erfahren.

Wenn die Kirche mit diesem Thema nicht ins Reine kommt, sieht es schlecht fuer die kirchliche Zukunft aus.
Dies ist ein sehr wichtiges Buch über die Situation der Kirche. Man will kaum glauben was Berger schreibt. Die meisten Katholiken aber, die die Kirche näher kennen oder auch einmal hinter die Kulissen schauen konnten, ahnen entweder oder wissen sehr genau, dass das, was David Berger beschreibt keine Fiktion ist. Paradoxerweise begegnet man ausgerechnet unter Geistlichen in der Kirche, die gelebte Homosexualitaet ablehnen, einen extrem hohen Anteil an Homosexuellen, die eben in einer solchen Maennergesselschaft nicht enthaltsam sein koennen. Berger's Buch ist ein wichtiger Beitrag, dass diese Tatsache nicht laenger verdraengt werden kann. Auch wenn es die Kirche vermutlich wieder aussitzen und wegerklaeren will.

Was ich in diesem Buch vermisse ist Berger's eigener innerer Prozess. Fuer mich ist es eine ehrliche Verwunderung, ohne anklagen zu wollen, wie Betroffene ein solches Doppelleben innerlich erleben. Wie erlebt ein Priester oder Theologe seine innerer Wirklichkeit, wenn er einerseits gegen Homosexualitaet wettert, andererseits diese selbst auslebt? Berger hat ohne schlechtes Gewissen eine langjaehrige homosexuelle Beziehung und bewegte sich eben in Kreisen, die genau dies ablehnen. Wie er dies innerlich vereinen konnte, darueber ist in dem Buch leider wenig zu erfahren.

Wenn die Kirche mit diesem Thema nicht ins Reine kommt, sieht es schlecht fuer die kirchliche Zukunft aus.
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4.0 out of 5 starsVerified Purchase
Alarmschlagende Rückerinnerung
Reviewed in Germany on 13 December 2010
David Berger hat das Schwarz- und Enthüllungsbuch der Katholischen Kirche geschrieben. Die letzten Kapitel des Buches decken jedoch auf, daß es der bisherigen theologischen Nachwuchshoffnung des konservativen Katholizismus und dem Thomas von Aquin Experten nicht... See more
David Berger hat das Schwarz- und Enthüllungsbuch der Katholischen Kirche geschrieben.

Die letzten Kapitel des Buches decken jedoch auf, daß es der bisherigen theologischen Nachwuchshoffnung des konservativen Katholizismus und dem Thomas von Aquin Experten nicht um eine bloße durch private Erfahrungen geleitete Abrechnung mit seinem früheren Fördererkreis ging.

Auf der Anklagebank stehen extrem traditionalistische, hinter das Zweite Vatikanische Konzil zurück gehen wollende Gruppierungen am äußersten "rechten" Rand der Katholischen Kirche, deren Einstellungen und Aktivitäten von David Berger anhand eigener Erfahrungen als Chefredakteur des Sprachrohrs dieser konservativen Kreise, der Zeitschrift "Theologisches", mit großer Verve aufdeckt.

Am Ende des Buches wird es jedoch offensichtlich, daß David Bergers Motivation nicht eine sensationalistische, von niederen persönlichen Motiven geleitete und unehrenhafte Schmutzige-Wäsche-Kampagne ist. David Berger, der sich selbst als einen seriösen konservativen katholischen Theologen sieht, entblößt vielmehr die eigene schockhafte Erkenntnis, dass sich hinter jenen erzkonservativen Kreisen Tendenzen verbergen, die großteils mit extrem rückschrittlichen (antidemokratisch-monarchistischen, menschenrechtsfeindlichen und diskriminierenden) Einstellungen zunehmend Allianzen schmieden für eine Rückeroberung der kirchenpolitischen Vormachtstellung.

Die große Befürchtung David Bergers ist, daß damit die Kirche sich selbst mit ihrer Bunker-, Wagenburg-, aber auch unehrlichen und scheinheiligen Mentalität immer mehr ins gesellschaftliche und eigentliche Abseits katapultiert und so gegen ihre eigene Katholizität als Allgemeinheit arbeitet.

Zu wünschen wäre gewesen, man hätte mehr über eine mögliche in der Tradition zwar ruhende, aber auch gleichzeitig offene Vorstellung von Kirche zu lesen bekommen, welcher David Berger, übrigens in starker Wieder-Erinnerung des Konzilpapstes Johannes XXIII., das Wort redet. Aber vielleicht werden darüber die nächsten Werke des Autors handeln, die somit ob ihrer thematischen Ernsthaftigkeit mit Spannung zu erwarten sind.
David Berger hat das Schwarz- und Enthüllungsbuch der Katholischen Kirche geschrieben.

Die letzten Kapitel des Buches decken jedoch auf, daß es der bisherigen theologischen Nachwuchshoffnung des konservativen Katholizismus und dem Thomas von Aquin Experten nicht um eine bloße durch private Erfahrungen geleitete Abrechnung mit seinem früheren Fördererkreis ging.

Auf der Anklagebank stehen extrem traditionalistische, hinter das Zweite Vatikanische Konzil zurück gehen wollende Gruppierungen am äußersten "rechten" Rand der Katholischen Kirche, deren Einstellungen und Aktivitäten von David Berger anhand eigener Erfahrungen als Chefredakteur des Sprachrohrs dieser konservativen Kreise, der Zeitschrift "Theologisches", mit großer Verve aufdeckt.

Am Ende des Buches wird es jedoch offensichtlich, daß David Bergers Motivation nicht eine sensationalistische, von niederen persönlichen Motiven geleitete und unehrenhafte Schmutzige-Wäsche-Kampagne ist. David Berger, der sich selbst als einen seriösen konservativen katholischen Theologen sieht, entblößt vielmehr die eigene schockhafte Erkenntnis, dass sich hinter jenen erzkonservativen Kreisen Tendenzen verbergen, die großteils mit extrem rückschrittlichen (antidemokratisch-monarchistischen, menschenrechtsfeindlichen und diskriminierenden) Einstellungen zunehmend Allianzen schmieden für eine Rückeroberung der kirchenpolitischen Vormachtstellung.

Die große Befürchtung David Bergers ist, daß damit die Kirche sich selbst mit ihrer Bunker-, Wagenburg-, aber auch unehrlichen und scheinheiligen Mentalität immer mehr ins gesellschaftliche und eigentliche Abseits katapultiert und so gegen ihre eigene Katholizität als Allgemeinheit arbeitet.

Zu wünschen wäre gewesen, man hätte mehr über eine mögliche in der Tradition zwar ruhende, aber auch gleichzeitig offene Vorstellung von Kirche zu lesen bekommen, welcher David Berger, übrigens in starker Wieder-Erinnerung des Konzilpapstes Johannes XXIII., das Wort redet. Aber vielleicht werden darüber die nächsten Werke des Autors handeln, die somit ob ihrer thematischen Ernsthaftigkeit mit Spannung zu erwarten sind.
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3.0 out of 5 starsVerified Purchase
In mancher Hinsicht bemerkenswert
Reviewed in Germany on 18 June 2013
Das Buch "Der heilige Schein" von Dr. David Berger ist bemerkenswert. Dabei vermag ich die Richtigkeit seines Inhalts nicht hinreichend zu beurteilen, da ich seine zahlreichen Zitate nicht daraufhin überprüft habe, ob sie eine treffende Zusammenfassung des in den... See more
Das Buch "Der heilige Schein" von Dr. David Berger ist bemerkenswert. Dabei vermag ich die Richtigkeit seines Inhalts nicht hinreichend zu beurteilen, da ich seine zahlreichen Zitate nicht daraufhin überprüft habe, ob sie eine treffende Zusammenfassung des in den Belegen Gesagten oder aus dem Zusammenhang gerissene, damit verfälschende Bruchstücke sind. Stilistisch ist es eher magazinhaft geschrieben. Bemerkenswert ist vielmehr, dass ein Mann mit Eigenschaften, die hinter dem Geschriebenen erscheinen, so schnell so viele nicht unbedeutende Qualifikationen und Funktionen in der katholischen Kirche erlangen konnte: maßlos eitel oder naiv oder dumm, bzw. eine Mischung davon. Bemerkenswert ist weiter, dass sein gesamter kirchlicher Aufstieg und Umschwung aus der rechtlich und wirtschaftlich gesicherten Position eines Beamten erfolgte - was nur indirekt Erwähnung findet -, für die der religiös neutrale, weltlich liberale Rechtsstaat sorgt, dessen Grundlagen der Autor wohl gelegentlich verlassen oder missachtet, jedenfalls sich nicht für sie eingesetzt und gekämpft hat, was eigentlich seine Beamtenpflicht wäre.
Das Buch "Der heilige Schein" von Dr. David Berger ist bemerkenswert. Dabei vermag ich die Richtigkeit seines Inhalts nicht hinreichend zu beurteilen, da ich seine zahlreichen Zitate nicht daraufhin überprüft habe, ob sie eine treffende Zusammenfassung des in den Belegen Gesagten oder aus dem Zusammenhang gerissene, damit verfälschende Bruchstücke sind. Stilistisch ist es eher magazinhaft geschrieben. Bemerkenswert ist vielmehr, dass ein Mann mit Eigenschaften, die hinter dem Geschriebenen erscheinen, so schnell so viele nicht unbedeutende Qualifikationen und Funktionen in der katholischen Kirche erlangen konnte: maßlos eitel oder naiv oder dumm, bzw. eine Mischung davon. Bemerkenswert ist weiter, dass sein gesamter kirchlicher Aufstieg und Umschwung aus der rechtlich und wirtschaftlich gesicherten Position eines Beamten erfolgte - was nur indirekt Erwähnung findet -, für die der religiös neutrale, weltlich liberale Rechtsstaat sorgt, dessen Grundlagen der Autor wohl gelegentlich verlassen oder missachtet, jedenfalls sich nicht für sie eingesetzt und gekämpft hat, was eigentlich seine Beamtenpflicht wäre.
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Sehr lesenwert
Reviewed in Germany on 28 April 2013
David Berger verwebt eine chronologische Erzählung seines eignen Weges mit Haltepunkten, an denen er zu Ereignissen ausführlicher Stellung nimmt (z.B. St. Pölten, kreuz.net). Dabei bleibt er immer sachlich, nennt Namen nur dort, wo sie durch die Medien... See more
David Berger verwebt eine chronologische Erzählung seines eignen Weges mit Haltepunkten, an denen er zu Ereignissen ausführlicher Stellung nimmt (z.B. St. Pölten, kreuz.net). Dabei bleibt er immer sachlich, nennt Namen nur dort, wo sie durch die Medien sowieso bekannt geworden sind. Alles, was er aufführt, sind nachprüfbare Fakten. Wo er seine eigene Meinung wiedergibt, macht er das auch deutlich. Außerdem ist das Buch sehr gut geschrieben, so dass es schnell und flüssig lesbar ist.
Besonders interessant (für mich) ist das letzte Drittel des Buches, in denen er auf die Mechanismen des Machterhalts und die Doppelmoral der in der katholischen Kirche noch ausführlicher eingeht als in den Kapiteln davor.
Gleichzeitig hat man das Gefühl, sein voyeuristisches Klatsch und Tratsch-Bedürfnis zu befriedigen, wodurch das Buch nicht nur sachlich, sondern auch persönlich interessant wird und einfach nur Spaß macht. Aber, wie gesagt, Berger plaudert nie Geheimnisse oder Daten und Fakten aus, die er nicht ausplaudern dürfte. Alles bleibt sachlich, sauber und unpersönlich (letzteres nicht im negativen Sinne).
Fazit: Für kritische Geister mit gesundem Menschenverstand, die ein Interesse an dem Thema haben, ein sehr informatives und zugleich unterhaltsames Buch. Absolute Kaufempfehlung!
David Berger verwebt eine chronologische Erzählung seines eignen Weges mit Haltepunkten, an denen er zu Ereignissen ausführlicher Stellung nimmt (z.B. St. Pölten, kreuz.net). Dabei bleibt er immer sachlich, nennt Namen nur dort, wo sie durch die Medien sowieso bekannt geworden sind. Alles, was er aufführt, sind nachprüfbare Fakten. Wo er seine eigene Meinung wiedergibt, macht er das auch deutlich. Außerdem ist das Buch sehr gut geschrieben, so dass es schnell und flüssig lesbar ist.
Besonders interessant (für mich) ist das letzte Drittel des Buches, in denen er auf die Mechanismen des Machterhalts und die Doppelmoral der in der katholischen Kirche noch ausführlicher eingeht als in den Kapiteln davor.
Gleichzeitig hat man das Gefühl, sein voyeuristisches Klatsch und Tratsch-Bedürfnis zu befriedigen, wodurch das Buch nicht nur sachlich, sondern auch persönlich interessant wird und einfach nur Spaß macht. Aber, wie gesagt, Berger plaudert nie Geheimnisse oder Daten und Fakten aus, die er nicht ausplaudern dürfte. Alles bleibt sachlich, sauber und unpersönlich (letzteres nicht im negativen Sinne).
Fazit: Für kritische Geister mit gesundem Menschenverstand, die ein Interesse an dem Thema haben, ein sehr informatives und zugleich unterhaltsames Buch. Absolute Kaufempfehlung!
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5.0 out of 5 starsVerified Purchase
Provokativ und Schonungslos
Reviewed in Germany on 14 May 2011
Als normaler katholischer Bürger, der sich nicht wirklich viel mit dem Katholizismus beschäftigt, war ich doch schockiert, welche fanatischen Gruppen sich in meiner Kirche tummeln. Das es derartiges gibt, war mir bewusst, aber nicht in dem Masse und vor allem nicht die... See more
Als normaler katholischer Bürger, der sich nicht wirklich viel mit dem Katholizismus beschäftigt, war ich doch schockiert, welche fanatischen Gruppen sich in meiner Kirche tummeln. Das es derartiges gibt, war mir bewusst, aber nicht in dem Masse und vor allem nicht die ganzen Netzwerke. (Will nicht zuviel verraten)

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich David Berger nicht nur als Opfer sieht, sondern auf als Täter. Er hat mitgemacht und dies verschweigt er nicht. Dadurch wirkt dieses Buch authentisch.

Es hilft nicht nur abzuwarten bis diese erzkonservativen, katholischen Gedanken aussterben. Das werden sie von alleine nicht. Für Nachwchs wird gesorgt (siehe Buch). Eine Aufklärung unserer Gesellschaft und vor allem der katholischen ist noch lange nicht erreicht.
Als normaler katholischer Bürger, der sich nicht wirklich viel mit dem Katholizismus beschäftigt, war ich doch schockiert, welche fanatischen Gruppen sich in meiner Kirche tummeln. Das es derartiges gibt, war mir bewusst, aber nicht in dem Masse und vor allem nicht die ganzen Netzwerke. (Will nicht zuviel verraten)

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich David Berger nicht nur als Opfer sieht, sondern auf als Täter. Er hat mitgemacht und dies verschweigt er nicht. Dadurch wirkt dieses Buch authentisch.

Es hilft nicht nur abzuwarten bis diese erzkonservativen, katholischen Gedanken aussterben. Das werden sie von alleine nicht. Für Nachwchs wird gesorgt (siehe Buch). Eine Aufklärung unserer Gesellschaft und vor allem der katholischen ist noch lange nicht erreicht.
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Traurige Abrechnung...
Reviewed in Germany on 28 November 2010
Zu Herrn Bergers Buch gibt es sicherlich vieles zu sagen, was leider den Rahmen einer Amazon-Rezension sprengen würde. Ich muss gestehen, ich hatte sein Buch wirklich mit Spannung erwartet. Umso enttäuschter bin ich jetzt. Als selbst noch relativ frischer... See more
Zu Herrn Bergers Buch gibt es sicherlich vieles zu sagen, was leider den Rahmen einer Amazon-Rezension sprengen würde.
Ich muss gestehen, ich hatte sein Buch wirklich mit Spannung erwartet. Umso enttäuschter bin ich jetzt.
Als selbst noch relativ frischer Konvertit, der seinerzeit seinen neuen Glauben mit Begeisterung gelebt hat und recht schnell zur tridentinischen Liturgie gekommen ist, haben auch mich nach kurzer Zeit einige Dinge massiv gestört, bis ich aus völlig anderen Gründen von den ganzen konservativen Kreisen Abstand genommen habe bis hin zum zeitweise fast völligen Glaubensverlust.
Insofern habe ich - obwohl selbst heterosexuell - gehofft, Herrn Bergers Buch würde vielleicht einige Hilfestellungen parat halten, wie man mit so manchem Spagat leben kann, ohne das aus den Augen zu verlieren, worum es wirklich geht oder gehen sollte: Gott.

Meine Hoffnungen wurden leider nicht erfüllt, stattdessen war ich schon auf den ersten Seiten über viele Aussagen recht verärgert, und das Buch zu Ende zu lesen, war eine Qual.

Ich wundere mich ehrlich, wie ein Mensch von seiner Bildung und fachlichen Qualifikation manche Dinge so naiv betrachten kann. Hat er sich eigentlich nie mit seinem Glauben auseinandergesetzt? Hat er die tridentinische Liturgie etwa nur aufgrund ihrer "Ästhetik" besucht?! Nun, mir selbst ging es um den wahren unverfälschten Glauben, um die Ehre Gottes. Ich hatte im Gegensatz zu ihm keine Augen für "Brüsseler Spitze" und dergleichen.

Sein Buch kommt mir neben der massiven Papstkritik wie eine pauschale Abrechnung mit all den Kreisen vor, in denen er sich doch jahrelang - wohl aufgrund eigener Eitelkeit - herumgetrieben hat. Das finde ich ungerecht und unfair.

Erschwerend kommt hinzu, dass er in meinen Augen viel zu wenig differenziert. Er wirft Dinge, die in der ganzen katholischen Kirche Gültigkeit haben, in einen Topf mit Erlebnissen bei der Priesterbruderschaft St. Pius X und sonstigen persönlichen Erfahrungen, insbesondere auch mit anonymen Internetbeiträgen auf Kreuz.net, einem Portal, das nun wirklich jegliche journalistische Qualitäten vermissen lässt und das man insofern nicht als Referenzmedium anführen sollte, wenn man sich nicht selbst lächerlich machen möchte.
Wenn man sich außerhalb der offiziellen katholischen Kirche aufhält, gilt umsomehr der Spruch des Paulus: "Prüft alles und behaltet das Gute!" (1. Thess 5, 21)
Sicherlich hat er mit einigen Dingen recht, das stelle ich keinesfalls in Abrede. Auch mich haben beispielsweise die ganzen Grabenkämpfe innerhalb des erzkatholischen Lagers verschreckt, auf diese Weise zerstört sich die Kirche selbst von innen. Aber er, mit seinem damaligen Ansehen und in seiner Funktion, hätte vielleicht im Gegensatz zu normalen Menschen wie mir die Möglichkeit gehabt mitzuhelfen, Dinge wieder in rechte Bahnen zu lenken. Aber diese eventuelle Chance hat er leider nicht genutzt. Stattdessen hat er geschwiegen und fällt nun ungerechtfertigte Pauschalurteile und ergießt sich in nicht nachprüfbaren Vermutungen und Verallgemeinerungen.

Er zitiert selbst die "Initiative Kirche von unten", hat also den katholischen Boden offenbar längst verlassen. Ich kann ihm nur wünschen, dass er seinen Frieden mit der katholischen Kirche wiederfinden wird. Ich denke, dazu müssen seine aktuellen Wunden erstmal verheilen, dann wird er manches vielleicht wieder differenzierter betrachten können.
Zu Herrn Bergers Buch gibt es sicherlich vieles zu sagen, was leider den Rahmen einer Amazon-Rezension sprengen würde.
Ich muss gestehen, ich hatte sein Buch wirklich mit Spannung erwartet. Umso enttäuschter bin ich jetzt.
Als selbst noch relativ frischer Konvertit, der seinerzeit seinen neuen Glauben mit Begeisterung gelebt hat und recht schnell zur tridentinischen Liturgie gekommen ist, haben auch mich nach kurzer Zeit einige Dinge massiv gestört, bis ich aus völlig anderen Gründen von den ganzen konservativen Kreisen Abstand genommen habe bis hin zum zeitweise fast völligen Glaubensverlust.
Insofern habe ich - obwohl selbst heterosexuell - gehofft, Herrn Bergers Buch würde vielleicht einige Hilfestellungen parat halten, wie man mit so manchem Spagat leben kann, ohne das aus den Augen zu verlieren, worum es wirklich geht oder gehen sollte: Gott.

Meine Hoffnungen wurden leider nicht erfüllt, stattdessen war ich schon auf den ersten Seiten über viele Aussagen recht verärgert, und das Buch zu Ende zu lesen, war eine Qual.

Ich wundere mich ehrlich, wie ein Mensch von seiner Bildung und fachlichen Qualifikation manche Dinge so naiv betrachten kann. Hat er sich eigentlich nie mit seinem Glauben auseinandergesetzt? Hat er die tridentinische Liturgie etwa nur aufgrund ihrer "Ästhetik" besucht?! Nun, mir selbst ging es um den wahren unverfälschten Glauben, um die Ehre Gottes. Ich hatte im Gegensatz zu ihm keine Augen für "Brüsseler Spitze" und dergleichen.

Sein Buch kommt mir neben der massiven Papstkritik wie eine pauschale Abrechnung mit all den Kreisen vor, in denen er sich doch jahrelang - wohl aufgrund eigener Eitelkeit - herumgetrieben hat. Das finde ich ungerecht und unfair.

Erschwerend kommt hinzu, dass er in meinen Augen viel zu wenig differenziert. Er wirft Dinge, die in der ganzen katholischen Kirche Gültigkeit haben, in einen Topf mit Erlebnissen bei der Priesterbruderschaft St. Pius X und sonstigen persönlichen Erfahrungen, insbesondere auch mit anonymen Internetbeiträgen auf Kreuz.net, einem Portal, das nun wirklich jegliche journalistische Qualitäten vermissen lässt und das man insofern nicht als Referenzmedium anführen sollte, wenn man sich nicht selbst lächerlich machen möchte.
Wenn man sich außerhalb der offiziellen katholischen Kirche aufhält, gilt umsomehr der Spruch des Paulus: "Prüft alles und behaltet das Gute!" (1. Thess 5, 21)
Sicherlich hat er mit einigen Dingen recht, das stelle ich keinesfalls in Abrede. Auch mich haben beispielsweise die ganzen Grabenkämpfe innerhalb des erzkatholischen Lagers verschreckt, auf diese Weise zerstört sich die Kirche selbst von innen. Aber er, mit seinem damaligen Ansehen und in seiner Funktion, hätte vielleicht im Gegensatz zu normalen Menschen wie mir die Möglichkeit gehabt mitzuhelfen, Dinge wieder in rechte Bahnen zu lenken. Aber diese eventuelle Chance hat er leider nicht genutzt. Stattdessen hat er geschwiegen und fällt nun ungerechtfertigte Pauschalurteile und ergießt sich in nicht nachprüfbaren Vermutungen und Verallgemeinerungen.

Er zitiert selbst die "Initiative Kirche von unten", hat also den katholischen Boden offenbar längst verlassen. Ich kann ihm nur wünschen, dass er seinen Frieden mit der katholischen Kirche wiederfinden wird. Ich denke, dazu müssen seine aktuellen Wunden erstmal verheilen, dann wird er manches vielleicht wieder differenzierter betrachten können.
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spannend wie ein Krimi ....
Reviewed in Germany on 3 August 2014
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Es bietet einen Einblich für alljene, die die kath. Kirche nur so von der Oberfläche her kennen und denen das römische Gebilde eher obskur und suspekt vorkommt. Für jemanden der nicht katholisch erzogen wurde, liest es sich so... See more
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Es bietet einen Einblich für alljene, die die kath. Kirche nur so von der Oberfläche her kennen und denen das römische Gebilde eher obskur und suspekt vorkommt.

Für jemanden der nicht katholisch erzogen wurde, liest es sich so spannend wie ein Krimi !!!!

Daß es so viele diverse Strömungen unter dem Dach des Vatikans gibt, ist erstaunlich.
Doch wiederum hat es mich nicht erstaunt - eher bestätigt,
daß die Kirche unter Ratzinger noch weiter zurückgewand war, als vermutet.

Gut ist auch, daß in diesem Buch gerade diese Machenschaften, die so im Hintergrund wirken, beleuchtet werden.
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Es bietet einen Einblich für alljene, die die kath. Kirche nur so von der Oberfläche her kennen und denen das römische Gebilde eher obskur und suspekt vorkommt.

Für jemanden der nicht katholisch erzogen wurde, liest es sich so spannend wie ein Krimi !!!!

Daß es so viele diverse Strömungen unter dem Dach des Vatikans gibt, ist erstaunlich.
Doch wiederum hat es mich nicht erstaunt - eher bestätigt,
daß die Kirche unter Ratzinger noch weiter zurückgewand war, als vermutet.

Gut ist auch, daß in diesem Buch gerade diese Machenschaften, die so im Hintergrund wirken, beleuchtet werden.
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